Die vom Kreis Kleve und Landrätin Silke Gorißen am späten Freitagnachmittag herausgegebene Allgemeinverfügung mit zusätzlichen Corona-Maßnahmen stößt auf Kritik der Gelderner FDP. Besonders im Hinblick auf die Maskenpflicht in Autos sehen die Liberalen keine ausreichende wissenschaftliche und infektiologische Begründung. “Die steigenden Infektionszahlen sind Anlass zur Sorge und erfordern sinnvolle Reaktionen, aber die vom Kreis Kleve verordnete Maskenpflicht in Autos ist nicht kontrollierbar und in ihrer Gesamtheit einfach lebensfremd. Es muss darauf geachtet werden, bei Verschärfungen der Corona-Maßnahmen nicht in Aktionismus zu verfallen. Ich bitte Frau Gorißen, diese Entscheidung zu überdenken und zurückzunehmen. Auch Bürgermeister Sven Kaiser nehme ich in die Pflicht, in dieser Sache auf die Landrätin einzuwirken”, erklärt der Gelderner FDP-Ortsvorsitzende Steffen Feltens.

Nach Anordnung des Kreises Kleve haben bei Autofahrten mit Insassen aus unterschiedlichen Haushalten alle außer dem Fahrer eine FFP2-Schutzmaske zu tragen, sofern sie aus dem Kreis Kleve stammen. Auch Kinder unter 16 bzw. 14 Jahren müssen nach der neuen Allgemeinverfügung eine OP- bzw. eine Alltagsmaske tragen. “Es muss darauf geachtet werden, sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen, statt Symbolpolitik zu betreiben. Eine aktionistische und zudem unverständliche Maskenpflicht bei privaten Autofahrten beschädigt nur das Verständnis und die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für notwendige Schutzmaßnahmen. Statt sich mit Verschärfungen der Maskenpflicht zu beschäftigen, muss für mehr Tempo bei den Impfungen gesorgt werden”, schließt Roman Straub, Fraktionsgeschäftsführer der FDP Geldern.